Unser Ankommen in Vietnam – warum Hoi An für uns der perfekte Ort war
8. April 2026
Wir hatten wirklich wenig Ahnung davon, was uns erwartet und haben einfach mal unseren Freunden und unserem Bauchgefühl vertraut, dass Vietnam und Hoi An genau das Richtige für uns sei – zum Verweilen, Ankommen, Vietnam kennenlernen und Routinen zu entwickeln. Ganz vorsichtig haben wir dennoch erst mal nur für die ersten zwei Wochen Unterkünfte gebucht, um mal zu gucken...
Ehrlich gesagt hatte ich so ein bisschen die Befürchtung, dass Vietnam nach Thailand nur verlieren kann, denn Thailand hat uns unfassbar gut gefallen. Aber ich kann jetzt schon mal vorwegnehmen, dass uns Vietnam absolut begeistert. Es ist totaler Quatsch, die Länder miteinander zu vergleichen, sie sind so ganz unterschiedlich. Jeder, der schon mal in beiden Ländern war, wird verstehen, was ich meine. Und dennoch haben sie das gemeinsam: unfassbar nette Menschen, wunderschöne Natur, fantastisches Essen und wilde Straßen.
Aber nun zu Hoi An...
Unsere 5 wichtigsten Reise-Essentials
27. Februar 2026
Auf einer Langzeitreise merkt man schnell, was man wirklich braucht – und was nur unnötig Platz im Koffer wegnimmt.
Unsere Packliste für die Weltreise als Familie hat sich unterwegs verändert und ist inzwischen auf die Dinge reduziert, die unseren Alltag wirklich leichter und schöner machen.
Hier sind unsere persönlichen Reise-Essentials – Dinge, ohne die wir auf unserer Weltreise wahrscheinlich schon längst im organisatorischen, emotionalen oder mückenbedingten Ausnahmezustand gelandet wären.
(Die passenden Produkte verlinke ich euch – vielleicht helfen sie euch genauso wie uns.)
Packwürfel - unser größter Gamechanger
Das war wahrscheinlich wirklich die wichtigste Anschaffung.
Ohne unsere Packwürfel würden wir im Chaos versinken. Bei vier Personen, ständigem Ein- und Auspacken und wechselnden Unterkünften wäre unser Alltag sonst eine einzige Suchaktion.
So behalten wir immer den Überblick – und ehrlich gesagt auch unsere Nerven.
Jeder hat seine eigenen Kategorien, alles bleibt sortiert, und selbst spontane Weiterreisen fühlen sich plötzlich machbar an.
Kühlrucksack
Wie haben wir eigentlich vor dem Kühlrucksack gelebt? Ich kann mich nicht mehr erinnern.
Denn wir haben ihn immer dabei.
Beim Einkaufen, auf Ausflügen, am Strand für kühle Getränke und Snacks – sogar beim Umziehen zwischen Unterkünften.
Er ist einer dieser unscheinbaren Alltagshelden, die plötzlich unverzichtbar werden.
Bite Away
Ich wünschte wirklich von Herzen, wir bräuchten ihn nicht.
Aber egal ob im sommerlichen Hamburger Garten oder in Costa Rica, den USA oder Thailand – die Mücken geben ihr Bestes, uns das Leben schwer zu machen.
Also quälen wir uns kurz mit dem Bite Away, um die längeren Mückenstich-Qualen zu vermeiden.
Und ehrlich: Ich hätte nie gedacht, dass das sooo gut funktioniert.
Alleskönner - Bikini
Schwimmen, Beachvolleyball, Wandern, Yoga – und trotzdem gut aussehen.
Ein sportlicher, nachhaltig produzierter Bikini ist für mich wirklich Gold wert geworden.
Alles sitzt. Alles hält. Nichts verrutscht.
Gerade auf Reisen, wenn man nicht zehn Optionen dabeihat, lohnt sich die Investition in ein Teil, das einfach alles mitmacht.
E-Book Reader – Platz sparen & Leseflauten retten
Ich liebe echte Bücher. Wirklich.
Aber auf Reisen spart ein E-Book Reader einfach enorm Platz und Gewicht im Koffer.
Und er rettet uns regelmäßig durch Leseflauten – besonders an Orten, an denen wir keinen Nachschub finden.
Und dass man nachts einfach den nächsten Teil herunterladen kann, hat mir schon die ein oder andere schlaflose Nacht beschert.
Vom Großstadttrubel zur Farmidylle – Wie unterschiedlich sich Leben anfühlen kann
24.2.2026
In den letzten Wochen ist wirklich unglaublich viel passiert. Und ehrlich gesagt fühlt es sich an, als wären mehr als zwei Monate vergangen. Denn diese Abwechslung, die verschiedenen Orte und Unterkünfte, fühlten sich jeweils wie kleine, unabhängige Abenteuer an. Unglaublich, wie unterschiedlich sich das Leben anfühlen kann.
Weihnachten und Silvester in ThailanD
6. Januar 2026
Frohes neues Jahr! Ich wünsche euch ein fabelhaftes neues Jahr und hoffe, ihr hattet alle einen super Rutsch und seid gesund und munter ins Jahr 2026 gestartet.
Bei uns hat das neue Jahr ganz besonders begonnen – am Strand von Koh Samui, mit einem riesigen Feuerwerk und Menschen aus aller Welt. Aber ich spule erst einmal ein Stück zurück...
Oh wie schön ist Thailand!
4.12.2025
Wir waren knapp zwei Wochen in Deutschland im Sauerland und haben unsere Familie und Freunde gesehen. Hach, war das herrlich, nochmal so richtig Liebe aufzutanken, zu quatschen, deutsches Brot zu essen, im DM durchzudrehen, Tatort mit den Schwiegereltern zu gucken und die Mama zu drücken. Der Winter hat sich von der kältesten Seite gezeigt und die Kinder konnten sogar im Schnee spielen. Und ich war bei meinem Lieblings-Ramen-Laden. Also einmal das volle Programm!
Der Abschied aus Deutschland fiel uns Erwachsenen nicht schwer, denn wir haben uns schon wieder nach Wärme und dem Meer gesehnt. Aber für die Kinder war es schwieriger, sich wieder von ihrer vertrauten Umgebung und den geliebten Menschen zu trennen.
Umso erstaunlicher war es, dass wir in unseren fünf Tagen in Bangkok einfach so schnell wieder in unser Abenteurerleben gefunden haben. Irgendwie fühlt es sich schon an, als wären wir Profi-Reisende. Hach - zehn Stunden Flug einfach mal wegstecken – ab in den Pool, das Essen austesten und die wunderbare Stadt erkunden. Die Kinder machen das alles so toll mit!
Und jaaaa, Bangkok fanden wir wirklich wunderbar! Unfassbar, wie groß diese Stadt ist. Wir haben es langsam angehen lassen und uns immer nur so zwei Highlights am Tag herausgesucht und uns dann einfach treiben lassen, durch die Stadt gelaufen und das wunderbare Essen genossen. Überall gab es etwas zu entdecken und zu staunen.
Ganz besonders hat uns der Baiyoke Tower II gefallen. Die Aussicht über die Stadt war einfach unglaublich! Und ein weiteres Highlight war für uns auf jeden Fall die wunderschöne Tempelanlage mit dem liegenden Buddha, Wat Pho. Unglaublich schön war das Erlebnis in Wat Arun, als meine Tochter und ich uns traditionelle Kleider in einem Studio geliehen haben und auch noch frisiert und geschminkt worden sind. So schick zurechtgemacht, sind wir dann durch die Tempelanlage geschlendert und haben natürlich ohne Ende Fotos gemacht. Herrlich! Das werden wir beide sicherlich nie vergessen.
Das beste Essen gab es für mich in dem veganen Restaurant Kemkon. Denn dort war wirklich mal alles vegetarisch für mich und es war einfach unfassbar lecker.
Wir wären gerne noch länger in Bangkok geblieben, aber unser Weiterflug nach Krabi und die Unterkunft auf Koh Lanta waren bereits gebucht. Glücklicherweise liefen der Flug und der anschließende Transport reibungslos. Wir organisierten den Shuttle über 12Go Asia und zack – schon waren wir in unserer Unterkunft angekommen.
Ich war im Vorfeld etwas gespannt, wie uns die Bungalows gefallen würden. Sie sind ja sehr einfach gehalten und sahen auf den Bildern nicht gerade luxuriös aus. Und das sind sie auch nicht! Dennoch stellen wir gerade wieder fest, dass wir keinen Luxus benötigen. Es ist sauber, die Betten sind gut und wir haben Hängematten. Was braucht man also mehr?
Ehrlich gesagt führen wir seit unserer Ankunft hier unser persönliches Luxusleben. Es ist einfach traumhaft schön: Die Natur, der Strand, die Menschen, das Essen. Die Umgebung könnte wirklich nicht perfekter sein.
Wir können jeden Tag in lokalen Restaurants essen, ohne aufs Budget achten zu müssen, und genießen dabei die köstlichsten Gerichte. Nur drei Minuten trennen uns vom Strand, der alles bietet, was unser Herz begehrt, inklusive der schönsten Sonnenuntergänge.
Wir sind jetzt seit sechs Tagen hier im Long Beach Garden Resort und erleben seit sechs Tagen wirklich unser Traumleben. Unser Tag sieht ungefähr so aus: Morgen-Yoga oder Fitnessstudio, ein tolles Frühstück direkt am Strand, Homeschooling mit den Kindern, baden, Volleyball spielen, Thaiboxen für die Kinder, ein fantastisches Abendessen und lesen. Es könnte momentan nicht besser sein.
Dass Weihnachten vor der Tür steht, nehmen wir das erste Mal in unserem Leben kaum wahr. Vielleicht mögen das manche traurig finden, aber für mich ist es gerade die pure Erleichterung, denn die Vorweihnachtszeit war für mich zuletzt nur noch stressig. Für die Kinder haben wir Kalender gebastelt und natürlich kommt auch der Nikolaus. Aber das ist dann auch schon der maximale Aufwand.
Wir genießen es sooo sehr, gerade Zeit füreinander und miteinander zu haben, ganz ohne Termindruck. Und wir haben noch gar keine Ausflüge gemacht, weil wir es gerade einfach so genießen, in den Tag hineinzuleben. So darf es gerne noch lange weiter gehen!
Lasst es euch gut gehen! Ich hoffe, ihr habt eine schöne, gemütliche Vorweihnachtszeit ohne viel Stress!
Mehr Fotos, Videos und Einblicke findest du auf meinem Insta Account "bunte_weitewelt"
Du verrückte USA - du!
12.11.2025
Ich sag's mal ganz ehrlich: Ich war mir lange nicht sicher, ob wir wirklich in die USA reisen sollten. Ich war mir sicher, dass ich meine Freundin, ihre Familie und meine Gastfamilie sehen will – unbedingt sogar. Aber alles, was man so aus den USA gerade mitbekommt, verdirbt einem ja eher die Laune.
So, nun waren wir tatsächlich 34 Tage dort. Wir haben natürlich alle Bekannten und Freunde besucht. Und wenn wir schon mal da sind, wollten wir auch ein bisschen etwas von dem wunderschönen Land sehen. Also haben wir unsere Reise mit einem Roadtrip kombiniert.
Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Und ich möchte schon mal vorwegnehmen, dass uns die Natur total überwältigt hat. Unglaublich, wie riesig und wunderschön dieses Land ist. Wir können uns sehr gut vorstellen, noch einmal zurückzureisen und dann mit dem Wohnmobil durchs Land zu ziehen und in der Wildnis zu campen. Da hätte ich echt richtig Lust drauf. Fernab von all dem Konsum und der Zivilisation.
Apropos Zivilisation: Wir kamen ja aus Costa Rica und hatten wirklich so etwas wie einen kleinen Kulturschock. Erstmal wurden wir super unfreundlich von allen Mitarbeitenden im Flugzeug, am Flughafen und im Hotel empfangen bei der Einreise – was nicht verwunderlich ist, weil aufgrund des Shutdowns wahrscheinlich alle umsonst gearbeitet haben.
Und dann ist es natürlich krass, wenn du aus einem Land kommst, wo sich alles um die Natur dreht, und dann in einem landest in dem sich alles um Konsum und Bequemlichkeit dreht. Und in dem die Straßen, Häuser und Läden aussehen, als wären sie alle aus einem Skizzenbuch. Alles so künstlich und gleich und groß. Auf einmal gab es wieder alles im Übermaß. Das haben wir natürlich gefeiert, waren gleichzeitig aber auch erschlagen.
Die Menschen, die wir im Laufe unserer Reise getroffen haben, waren dann doch so viel höflicher und freundlicher – bis auf ein paar Ausnahmen – und haben sich oft für uns und unsere Geschichte interessiert. So ist es zu vielen netten Gesprächen mit Fremden gekommen, tatsächlich sogar mehr als in Costa Rica.
Und am allerschönsten war es dann wirklich, eine Woche lang bei meiner Freundin und ihrer Familie zu wohnen. Ehrlich gesagt: Wir wollten gar nicht mehr weg. Es war alles so unkompliziert und einfach so wundervoll. Wir vermissen sie jeden Tag, besonders auch ihre kleine Tochter. Ich glaube wirklich, dass ich in meiner Freundin Amber eine Art Seelenverwandte gefunden habe. Wir sehen uns jahrelang nicht und dann ist es einfach wieder auf Anhieb so schön, zusammen zu sein. Das ist schon besonders!
Amber war es auch, die mich damals durch mein Highschool-Auslandsjahr begleitet hat – durch Herzschmerz, Erfolge und all die Highschool-Do's and Don'ts, die mir völlig unbekannt waren. Allein für diese Woche bei ihr zu Hause hat sich die Reise komplett gelohnt.
Und die anderen Wiedersehen waren auch so schön. Ich habe das Baby meiner Gastschwester kennengelernt – wie wunderbar das war!
Unsere Reise führte uns von Denver über Moab, den Grand Canyon, nach Phoenix, dann zum Joshua Tree Nationalpark, nach San Diego und schließlich Richtung L.A.
Der Grand Canyon ist einfach unfassbar. Ihr habt bestimmt schon oft Fotos davon gesehen, aber wenn man wirklich davor steht, verschlägt es einem den Atem. Diese gigantischen Ausmaße zeigen einem, wie klein man als Mensch ist und was die Zeit ausrichten kann. Es war für uns alle ein ganz besonderes Erlebnis, und wir freuen uns schon darauf, irgendwann zurückzukehren und den Canyon hinunterzuwandern.
Ganz besonders gut haben uns auch der Rocky Mountain Nationalpark und der Joshua Tree Park gefallen. Der Rocky Mountain Nationalpark ist für mich so ein richtiger Herzensort – ich war schon häufiger dort. Und irgendwie zieht es mich immer wieder hin. Ich liebe es dort einfach.
Kalifornien hatte wirklich nochmal so einen ganz anderen Vibe. Einfach so cool und weltoffen. Und dann ist da natürlich das Meer! Das hatte mir besonders gefehlt, auch wenn ich es vorher gar nicht bemerkt hatte. Wir haben uns fünf Tage in San Diego gegönnt und eine Woche in Huntington Beach, in der Nähe von L.A. An beiden Orten hätten wir echt noch länger bleiben und mehr erkunden können.
Halloween war für die Kinder ein ganz besonderes Erlebnis. Ich meine – wann geht man schon mal in einer millionenschweren Nachbarschaft von Haus zu Haus, klingelt bei Fremden und sahnt dabei eimerweise Süßigkeiten ab? Die Halloween-Dekos waren natürlich auch der Hammer. Und vor allem haben wir super viele nette Gespräche geführt und wurden sogar auf ein Glas Wein eingeladen.
Irgendwie hatten alle, mit denen wir gesprochen haben, Verwandte in Deutschland oder waren gerade im Urlaub dort. Es gab also immer ein Gesprächsthema. Und wenn es nicht Deutschland war – na, was war es wohl sonst? Natürlich die amerikanische Politik. Wir wurden immer wieder nach unserer Meinung gefragt, meist von Menschen, die gerade sehr frustriert sind. Daraus haben sich oft interessante Gespräche entwickelt.
Die Trump-Anhänger haben uns eher nicht gefragt, sondern uns direkt ihre Meinung aufgedrängt – auch wenn wir wirklich kein Interesse an dieser Art Gehirnwäsche hatten. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, aber wir hatten auch ein paar Kontakte, die so unangenehm waren, dass ich zwischendurch gar keine Lust mehr hatte und einfach nur noch aus dem Land verschwinden wollte. Ich muss dazu sagen, dass ich aber auch sehr empfindsam bin und manches nicht einfach so gut verdauen kann, wie zum Beispiel mein Mann.
Dann hatten wir aber wirklich nochmal ein grandioses Finale in Hollywood und Umgebung. Hallo – endlich in Hollywood, Laguna Beach und Co.! Ich fand es wirklich so cool, all diese Orte, die ich aus Fernsehen, Film und Büchern kannte, mal mit eigenen Augen zu sehen.
Zum Abschluss haben wir eine Woche bei einem netten Paar gewohnt. Wir hätten uns ehrlich gesagt gar keine Unterkunft in dieser Ecke mit unserem Weltreise-Budget leisten können. Aber zum Glück gibt es HomeExchange – und wir haben einfach gar nichts gezahlt! Wir hatten eine Unterkunft in einem tollen Haus mit Garten und haben uns wirklich richtig wohlgefühlt. Einen Abend haben sie uns sogar mit anderen Freunden zum Essen eingeladen, und es gab immer mal wieder ein Gläschen Wein. So war es wirklich ein super Abschluss.
Ich muss sagen, dass mir der Abschied aus den USA nicht schwergefallen ist. Irgendwie war ich dann innerlich auch erleichtert, weiterzureisen. Auch wenn es eine phantastische Reise war, auch wenn ich wiederkommen möchte, auch wenn ich jetzt schon Amber vermisse. Aber das Land fühlt sich schon lange nicht mehr so an wie 2001/2002, als ich nach meinem Highschool-Jahr am liebsten dort geblieben wäre.
Vieles erscheint mir einfach nicht richtig und absurd. Okay, das war mir ja auch schon vorher klar. Aber da ich Amerika lange Zeit als mein zweites Zuhause gesehen habe, fasst es mich eben besonders.
Ein ganz klares Zeichen auch: Ich hatte die ganze Reise über Heimweh nach Costa Rica. Verrückt, oder?
Hier für euch ein Link zu Homeexchange:
Homeexchange
Wenn ihr euch dort anmeldet werbe ich euch als FreundIn und wir profitieren beide davon mit 250 extra Guestpoints, die du bei deiner nächsten Reise nutzen kannst.
Ein Monat an der Karibikküste Costa Ricas
4. Oktober 2025
Wir wollten gerne mal spüren, wie es sich anfühlt, etwas länger an einem Ort zu verweilen. Dafür habe ich vorher lange recherchiert, welcher Ort in Costa Rica dafür in Frage käme. Tatsächlich kannten wir Puerto Viejo bisher nämlich noch nicht. Aber ich habe so viele schöne Berichte über diese Gegend gehört und gelesen, dass unsere Wahl hier auf Puerto Viejo fiel. Und es war auf jeden Fall eine sehr gute Entscheidung.
Wir hatten total Glück mit unserer Wohnung – die Ausstattung und die Lage waren prima. Die ersten fünf Tage waren Lotta und ich krank, aber dann ging es hier so richtig los!
Wie genial ist bitte diese Gegend!! Hallooo!? Es ist hier zu schön, um wahr zu sein. Die Strände sind umwerfend und für alle Geschmäcker ist etwas dabei: paradiesisch schnorcheln, surfen, einfach im glasklaren Wasser schwimmen, Partystrände, einsame Strände, Dschungelstrände. Und dann ist hier einfach so ein genialer, entspannter Vibe. Tatsächlich durch den karibischen Einfluss auch nochmal ganz anders als an der Pazifikküste, die uns ja auch schon sehr gut gefallen hat.
Es ist schon echt touristisch, aber irgendwie auf so eine nette Art touristisch – hier kommen entspannte Surfer und Yogi-Leute hin. Wir sind nur freundlichen Menschen begegnet und damit kommen wir sehr gut klar. Hier gibt es alles: Restaurants und kleine Läden, und man kann unfassbar viele Sachen unternehmen und erleben. Entfernt man sich von der Küste, ist man schnell im Dschungel in dem noch indigene Gruppen, wie die BriBri leben, Es gibt hier den Cahuita- und den Manzanillo-Nationalpark. Man kann Touren buchen ohne Ende oder einfach abchillen.
Wir haben einen ganz gesunden Mix hinbekommen und uns darauf konzentriert, auch mal eine kleine Routine einzubauen als Familie. Mit Yoga und Laufen am Vormittag (hier gibt’s das aller schönste Yoga-Studio: Svastha), dann gemeinsames Frühstück, Schule mit den Kindern, Mittagessen und dann entweder ab an den Strand oder worauf wir Lust hatten, einkaufen und Abendessen. Und das war mal ganz schön.
Richtig cool fanden wir das Jaguar Rescue Center. Wir können uns sehr gut vorstellen, zurückzukommen und dort auch mal als freiwillige Helfer zu arbeiten. Das Center rettet verletzte oder hilflose Tiere und hat so viele tolle Umweltprogramme. Apropos Tierwelt: Wir haben hier mindestens fünf Faultiere gesehen! Und natürlich gibt es hier auch wieder so viele Affen, Tukane und andere bezaubernde Tiere. Lotta hat beim Schnorcheln sogar eine Meeresschildkröte entdeckt. Auf dem Foto unten seht ihr Bilder von Flusschildkröten.
Nun geht für uns die Zeit hier zu Ende. Und das tut ehrlich gesagt weh. Denn wir hatten es hier so unglaublich gut. Wir haben uns einfach glücklich und frei gefühlt. Aber wir wissen natürlich, dass noch ganz viele schöne Orte auf uns warten. Und gleichzeitig, dass wir auf jeden Fall zurückkehren!
Wenn ihr nicht wisst, wohin ihr in Costa Rica reisen sollt, dann sag ich euch: Hin nach Puerto Viejo und Umgebung!!!
PURA VIDA
35 Tage auf Weltreise!
12.09.025
Nun sind wir schon länger als einen Monat unterwegs und ich finde es einfach unerhört, wie schnell die Zeit vergeht. Aber dafür war in diesen Tagen auch wirklich schon so ziemlich alles dabei, was wir uns von dieser Reise und Auszeit erhofft haben:
- Absolute Erleichterung und ein wunderbares Einsetzen von Freiheitsgefühl, als wir endlich im Flieger saßen und dann in Costa Rica angekommen sind.
- Abenteuer und Adrenalinkicks!
- Unfassbar schöne Natur, der wir manchmal so nahe kommen, dass wir gar nicht wissen, ob wir uns darüber freuen oder lieber weglaufen sollen. (Thema Skorpione, Spinnen und Schlangen 😅)
- Zeit, ganz viel Zeit für uns als Familie – zum Lesen, zum Staunen, zum Zusammensein, zum Leben, zum Reden.
-Wunderbare Überraschungen und Begegnungen, aber auch Herausforderungen.
Unsere erste große Herausforderung war sicherlich, erstmal zusammen anzukommen und unsere Bedürfnisse alle unter einen Hut zu bekommen. Das kennen wahrscheinlich fast alle Familien zu Beginn eines Urlaubs... oder? Wir brauchten erstmal ein paar Tage, um uns zusammenzufinden und zu schauen, wie das alles hier am besten funktioniert. Und ich denke, wir haben das bisher gut hinbekommen und keiner kommt zu kurz. Natürlich nerven wir uns auch mal an und es gibt bessere und stressigere Tage. Aber insgesamt harmonieren wir immer besser und bisher hatte noch keiner einen Lagerkoller.
Die andere große Herausforderung durchleben wir gerade. Seit anderthalb Wochen haben wir mit irgendeinem blöden Virus zu tun, der uns nacheinander (zum Glück nicht gleichzeitig) ausknockt. Natürlich sind unsere Routinen und alles dahin. Aber neben dem Kranksein sind die Sorgen am schlimmsten, denn irgendwie macht man sich im Ausland ja doch andere Gedanken als zu Hause. Zum Glück fühlen wir uns aber gut aufgehoben und es geht jetzt wieder bergauf.
Unsere Highlights bisher waren sicherlich die Begegnungen mit den Walen, das Surfen, für Lotta und mich das Ziplining, die Tage an den Stränden, die einfach so dahinflossen, und das gemeinsame Essengehen. Das größte Highlight für uns ist aber auf jeden Fall selbstbestimmt und frei zu sein von allen Verpflichtungen. Ist das herrlich!!!!
Oft werden wir gefragt, wie wir das mit der Schule der Kinder hinbekommen. Ich finde, das klappt schon ganz gut, meistens. Wir kommen gemeinsam immer besser rein. Und ich hab sogar das Gefühl, dass es den Kindern etwas Spaß macht ... an manchen Tagen. Also macht euch darüber keine Sorgen.
Insgesamt fühlt sich das alles gerade genau richtig an. So, als ob es einfach gerade genau so sein soll. Wir haben keine Zweifel oder Heimweh, sondern sind einfach unendlich dankbar. Ich muss ehrlich sagen, dass es mir seit Jahren nicht mehr so gut ging wie gerade. Ich bin so gelöst und glücklich und positiv. Es ist einfach wunderschön.
Ich wünsche mir nun als Nächstes, dass wir nach dieser Krankheitsphase wieder in unseren Rhythmus finden – mit Schule, Yoga, Strand, Unternehmungen – und die Gegend hier um Puerto Viejo entdecken. Ich bin so gespannt, was uns alles noch erwartet.
Bisher muss ich sagen, fühlt sich alles noch wie ein Urlaub an, ein schön langer Urlaub.
Im Paradies
02.09.2025
Bis vorgestern schien das Glück und das Leben hier einfach perfekt zu sein! Und unsere Erlebnisse – einfach unglaublich. Wir haben hier wirklich das Paradies gefunden, doch zwei Tage mit fiebrigem Mann, einer Schlange im Haus und einem verletzten Zeh später merkt man: Okay, auch im Paradies ist nicht immer alles so einfach!
Bis dahin lief wirklich alles perfekt. Wir haben eine unglaublich schöne Unterkunft in einem traumhaften Garten in der Nähe eines ganz wunderschönen und unberührten Strandes. Wir beobachten jeden Tag die Affen, Schmetterlinge, Aras und Tukane in unserem Garten, und es ist fast zu schön, um wahr zu sein.
Und DANN haben wir das erste Mal Delfine und Buckelwale gesehen. Die Waltour war für uns alle ein absoluter Lifechanger. Es war ein unfassbar schönes Gefühl, diese majestätischen Tiere ganz aus der Nähe zu sehen. Mein absoluter Kindheitstraum wurde wahr, und es kullerten ein paar Freudentränen. Wir wollen die Tage unbedingt eine weitere Bootstour machen und es nochmal erleben. Ich denke, hier im Golfo Dulce hat man wahrscheinlich wirklich mit die besten Chancen auf Walsichtungen, denn es ist so ruhig hier und es gibt unglaublich viele Wale, die hier im Golf ihre Babys groß ziehen.
Und obwohl dieser Ort hier so paradiesisch ist, sind hier alle ganz unaufgeregt. Hier ist kaum was los, nur wenige Touristen, und alles ist total gechillt. Genau so lieben wir es! Wir sind gerade in dem kleinen Ort Canaza, in der Nähe von Puerto Jiménez, von wo aus man auch die Boote chartern kann. Die Ecke ist vor allem berühmt für den Nationalpark Corcovado, der eine unfassbare Tiervielfalt und unberührten Dschungel bietet.
Da wir vor 12 Jahren schon einmal im Corcovado waren, wollten wir wieder in diese Ecke, um den Kindern ein wenig von diesem Dschungel zu zeigen. Und nun sind wir noch nicht mal im Park – und dennoch sehen wir hier überall Natur pur und unglaublisch viele Tiere. Es ist unglaublich schön. Aber auch etwas angsteinflößend. Ich will ehrlich mit euch sein: Tagsüber ist alles super, aber ich hatte schon eine schlaflose Nacht, nachdem ich abends eine riesige Spinne auf dem Boden entdeckt hatte. Allgemein wirkt alles nachts etwas gruselig – wahrscheinlich ist das aber nur gesunder Menschenverstand. Schließlich sind wir Hamburger ja keine giftigen Tiere gewohnt.
Und ungefähr vor einer Stunde habe ich eine Schlange aus dem Haus gejagt, die gerade einsteigen wollte. Puuuuuuuuhhhh...
Das sind so Erlebnisse, auf die man sich wahrscheinlich einstellen muss, wenn man hier ist. Und ich weiß auch, dass alles gut geht – aber da muss man doch mal tief durchatmen.
Was uns gerade am meisten Sorgen macht, ist Jan, denn seit gestern geht es ihm gar nicht gut. Mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen könnte er sich alles Mögliche eingefangen haben. Daher waren wir gestern auch den halben Tag in dem kleinen Hospital vor Ort. Leider konnten sie hier kein Blut abnehmen und haben uns empfohlen, abzuwarten – und wenn es schlimmer wird, in ein größeres Krankenhaus zu fahren, das zwei Stunden entfernt ist. Wir warten jetzt nochmal bis morgen früh ab und fahren dann eventuell hin. Es tut mir so leid, ihn so zu sehen. Und die Ungewissheit, ob es eine Tropenkrankheit sein könnte, ist natürlich richtig doof.
Also gerade ist hier ein bisschen was los im Paradies, und die nächsten Tage werden sicherlich auch anders sein, als wir uns das gewünscht hätten. Aber da sieht man mal wieder: Gesundheit ist einfach das Wichtigste.
Pura Vida!
Life is better at the beach
22.08.2025
Ganz klar: Wir gehören ans Meer! Wir hatten eine fantastische Zeit in La Fortuna und in Monteverde, im Inland Costa Ricas, aber nichts geht übers Leben am Meer! Das spüren wir gerade in aller Deutlichkeit. Wir sind so frei und glücklich hier in Sámara. Gleich am ersten Tag haben wir mit den Kindern zusammen einen Surfkurs gebucht und seitdem findet ihr uns jeden Tag im und auf dem Wasser. Die Kinder haben sich wirklich richtig gut angestellt und standen schon beim ersten Versuch. Auch Jan und ich schlagen uns erstaunlich elegant – naja, vielleicht nicht ganz so elegant wie gewünscht, aber immerhin sportlich.
Sámara ist ein kleiner, netter, touristischer Ort mit einem riesigen Strand. Die Bucht ist gut geschützt und die Wellen sind perfekt für Anfänger geeignet. Hier gibt es alles, was man sich wünscht: tolle Cafés und Restaurants, kleine Läden zum Stöbern und eine gute Auswahl an Supermärkten. Und dennoch ist es hier nicht überlaufen, sondern entspannt und gemütlich. Die Leute fangen schon an, uns zu grüßen. Wahrscheinlich ist in der Hochsaison allerdings noch einiges mehr los als jetzt.
Apropos „Grüßen“ – die Ticos, wie die Costa Ricaner sich selbst nennen, sind so unfassbar freundlich! Wir haben hier bisher wirklich nur nette Leute getroffen, und auch auf der Straße grüßen alle herzlich – ehrlich und nicht aufdringlich. Das finde ich sowieso total erleichternd, wenn man nicht das Gefühl hat, dass man an jeder Ecke übers Ohr gehauen wird oder jemand einem etwas andrehen will. Zwar laufen hier auch Verkäufer am Strand herum, aber ein Nein wird immer sofort akzeptiert. Pura Vida!
Heute hatten wir allerdings das erste Mal eine unangenehme Begegnung – mit einem Skorpion. Jan, frisch geduscht, wollte sich gerade abtrocknen, als er den Skorpion im Handtuch entdeckte. Ich bin heilfroh, dass es Jan getroffen hat und nicht eins der Kinder. Wir sind relativ cool geblieben und haben das Handtuch mit dem Skorpion auf den Balkon bugsiert. Dann haben wir das Tier kurz betrachtet und schließlich über den Balkon in die Natur befördert. Das Exemplar schien sich totgestellt zu haben; erst als wir es aus dem Handtuch geschüttelt haben, ist es zügig davongelaufen. Wahrscheinlich hatte es noch mehr Angst als wir.
Wir haben daraufhin gründlich recherchiert: Tatsächlich sind die Skorpione hier in Costa Rica harmlos und ihre Stiche nicht schlimmer als Wespenstiche – zum Glück! Außerdem haben wir herausgefunden, dass wir einfach mal alles falsch gemacht haben. Wir hatten das Handtuch nämlich zum Trocknen auf einen Stuhl gelegt, bevor ich es Jan gereicht hatte. Das ist wohl ein typischer Anfängerfehler, da sich die Skorpione gerne darunter verstecken.
So, zurück zum Meer! Also, wir gehen jetzt wieder zum Strand...
Heute sind wir geflogen!
16.8.2025
Diesen Tag werden wir niemals vergessen! Unsere Beine sind noch wackelig und die Aufregung ist noch groß, denn meine Tochter und ich sind heute geflogen – zumindest hat es sich so angefühlt. Und das große Highlight am Ende war ein freier Fall aus 50 Metern Höhe mit anschließender Riesenschaukel.
Jaaaaa, wir haben uns tatsächlich einfach fallen lassen, und das war ein unfassbares und krasses Gefühl!
Das alles haben wir beim Ziplining in Monteverde erlebt. Wenn man hier ankommt, sieht man überall Werbung für die unterschiedlichen Ziplining-Anbieter. Aber hätte mich unsere Tochter Lotta nicht auf die Idee gebracht, hätte ich es wahrscheinlich nicht gebucht. Und dann hätten wir den Adrenalinkick unseres Lebens verpasst! Also danke, Lotta! Mit ihren 10 Jahren war sie die Jüngste in der Truppe heute – und wahrscheinlich die mit dem größten Spaß. Während ich zwischendurch mal ins Wanken kam, war sie schon wieder voller Elan vorneweg. „Das war das beste Abenteuer meines Lebens“, war ihr Fazit. Besser geht es doch nicht! Und ich würde da einfach mal zustimmen. Fujibesteigung, Wildwasserkajak und Co. waren auch krass, aber so geflogen und gefallen bin ich noch nie.
Ich mache hier einfach mal Werbung für den Monteverde Extremo Park, denn das war heute nicht nur spektakulär, sondern auch ein super netter Service – und sehr professionell alles. Also, falls ihr mal in Monteverde seid - hin da!
Pura Vida!
Wir sind nun seit 7 Tagen in Costa Rica. Ehrlich gesagt fühlt es sich eher so an, als wären wir schon drei Wochen unterwegs – wahrscheinlich, weil einfach so viel passiert ist und weil wir uns gleich wieder so wohl fühlen.
Die letzten Tage vor der Abreise waren intensiv und extrem anstrengend für uns. Als wir dann unsere Wohnung endlich übergeben und alles gepackt hatten, war die Erleichterung riesig. Trotzdem konnten wir es noch nicht so richtig glauben, dass es nun wirklich passiert.
Es ging dann erst einmal für ein paar Tage ins Sauerland, um den 70. Geburtstag meines Schwiegervaters zu feiern. Tatsächlich haben wir dann noch einmal einen Tag lang alles neu gepackt und umgepackt, weil wir doch zu viel Zeug dabei hatten.
Am 7. August standen wir dann endlich am Flughafen. Da war kaum Aufregung, eher eine große Erleichterung. Wir haben es tatsächlich geschafft – es geht looooos!
Und dann auch noch in ein Land, das wir so lieben: Costa Rica! Das Glück, als wir endlich angekommen waren, war riesengroß. Besonders am nächsten Tag, als wir unsere Unterkunft, die Natur, die ersten Tiere und unser erstes Frühstück bestaunen konnten, lief das ein oder andere Freudentränchen. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber dieses Land macht etwas mit mir – mit uns. Ich habe es all die Jahre so vermisst, und nun ist es wirklich eine unfassbare Freude, hier zu sein. Ich glaube, ich bin einfach verliebt.
Nach zwei Nächten in unserem Hotel ging es dann mit dem Mietwagen Richtung Vulkan Arenal. Hier hatten wir ein wirklich süßes Häuschen auf einem Berg mit direktem Blick auf den Vulkan und das wunderschöne Tal. Wir hätten den ganzen Tag nur auf der Terrasse sitzen und schauen können. Die Aussicht war einfach überwältigend – zu schön, um wahr zu sein!
Und dennoch haben wir uns direkt am ersten Tag aufgemacht, um das erste Mal ein bisschen Dschungelluft zu schnuppern – im „Mistico Hanging Bridges Park“. Das war ein super Einstieg, und wir haben direkt ein paar Affen, viele Schmetterlinge, Geckos und Blattschneideameisen gesehen. Die Aussicht war natürlich spektakulär.
Wenn man in der Gegend ist, muss man unbedingt in eines der wunderschönen Thermalbäder. Wir haben das „Los Laureles“ ausprobiert, nachdem es uns im vorigen Hotel empfohlen wurde – und das war wirklich der Knaller! Erstmal waren wir fast alleine, und dann war es wunderschön und riesengroß. Wir mussten am nächsten Tag natürlich direkt wieder hin. Für Familien mit Kindern ist die Therme wirklich perfekt. Ich denke, dass die anderen exklusiveren Bäder drumherum vielleicht noch einen Tick schöner und luxuriöser aber auf jeden Fall auch teurer sind.
Eigentlich wären wir gerne noch viiiiel länger geblieben, denn wir haben uns in unserem Häuschen so wohlgefühlt und es gibt noch so viel mehr in der Gegend zu entdecken. Aber wir mussten dann auch schon weiter, da der Monteverde-Nebelwald bzw. unsere nächste Unterkunft auf uns wartete.
Ich kann euch die Gegend um La Fortuna und den Vulkan Arenal wirklich nur empfehlen – es ist so traumhaft schön dort!
Die Fahrt hierher war spektakulär, und die Straßen waren teilweise sehr interessant, aber wir sind gut angekommen.
Bei mir war die Enttäuschung erstmal groß, denn ich hatte mir unser Ferienhaus hier ganz anders vorgestellt. Auf den Fotos sah es so aus, als wären wir auf einem Bauernhof und hätten direkt eine heiße Quelle zum Baden nebenan. Nun liegt das Haus direkt oberhalb einer Straße, und zu dem Pferdehof muss man erst einmal laufen – ebenso zu der heißen Quelle, die 30 Minuten entfernt ist.
Aber wie es nun mal oft ist, hat doch alles seinen Sinn. Denn wenn wir die Wanderung heute zu der Quelle nicht gemacht hätten, wäre uns wirklich eine spektakuläre Wanderung und das Zusammentreffen mit einer Affenfamilie entgangen.
Morgen geht es für uns in das „Monteverde-Reservat“ – für richtig schöne Wanderungen und Entdeckungen. Wir freuen uns sehr darauf!
14. August 2025
noch 15 Tage
Hui! Das fasst es gerade ganz gut zusammen!
Also erst mal frage ich mich, wie ich auf die Idee gekommen bin, dass ich es schaffen würde, vor der Abreise eine Art Tagebuch zu führen. Als hätte ich voll viel Zeit dafür. So ist es wirklich gerade nicht, denn die Tage und Gefühle rasen.
Aber dennoch ist heute so ein Tag, an dem es mir wirklich wichtig erscheint, meine Gedanken und Erlebnisse festzuhalten.
Die letzte Woche war besonders emotionsgeladen und vor allem geprägt von ganz viel Liebe, Verabschiedungen und – ja, ich will ehrlich sein – Stress. Aber vor allem überwiegt gerade die Dankbarkeit. Denn wenn man so viele schwere und schöne Verabschiedungen hat, dann hat man wirklich Glück im Leben. Das haben wir ganz besonders auf unserer Abschiedsfeier am Samstag gespürt.
Ehrlich gesagt wussten wir gar nicht genau, wer alles zugesagt hatte. Und so war die Freude riesig, als immer mehr liebe Menschen in unseren Garten kamen. Es war ein so buntes und fröhliches Treiben den ganzen Tag über. Und es tat wirklich unendlich gut, mal so viele liebe Menschen auf einem Fleck zusammenzubringen. Warum macht man das nicht häufiger!?
Es war wirklich Balsam für die Seele, und ich habe das Gefühl, dass wir nun viel leichter und mit viel mehr Liebe im Herzen losziehen können.
Wie schön auch, dass sich alle für uns freuen und man weiß, dass, wenn man zurückkommt, so gute Freundinnen und Familie auf einen warten. Das heißt, das Wiederkommen wird auch viel einfacher.
Und nun hatten unsere Kinder heute ihren letzten Tag in der Schule.
Sie haben beide eine wirklich glückliche Schulzeit und richtig tolle Klassen und Lehrerinnen. Da fiel der Abschied besonders schwer.
Matti, der nun die dritte Klasse verpasst, wurde ganz süß und herzlich verabschiedet. Ich denke, für ihn ist es besonders schwer zu fassen, dass er nun wirklich ein ganzes Jahr weg ist. Doch für ihn ist klar, dass er zu seiner Klasse und seinen Freund*innen zurückkehren kann.
Anders ist es bei unserer Tochter Lotta, die nun heute ihren allerletzten Schultag an der Grundschule hatte, da sie nach den Sommerferien auf die weiterführende Schule gekommen wäre.
Die Verabschiedung mit so vielen Tänzen, Gedichten und Liedern war wundervoll! Oh je, ich sage euch, das war wirklich schwer heute. Und auch jetzt, wo ich daran denke, kommen mir die Tränen. Nach vier wunderbaren und glücklichen Jahren ist es ja kaum vorstellbar, diese nun hinter sich zu lassen.
Bei all den Tränen heute überwiegt aber vor allem Dankbarkeit für all die schönen Jahre und die liebevollen Menschen, die sie begleitet haben.
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt! Und diesen Lebensabschnitt haben wir heute schon „die Abenteurerzeit“ genannt. Das ist doch wirklich passend. Denn so fühlt es sich ja auch wirklich gerade an.
Wir haben ein richtig großes Abenteuer vor uns und wissen noch gar nicht, was uns alles erwartet.
Ich liiiiebe dieses Gefühl so sehr.
Nun gibt es keine Termine mehr, und wir werden die Wohnung in den nächsten Tagen ausräumen, unsere Koffer packen – und dann los! 23.7.2025
Aus der Rubrik "Weltreise Planen"
Schritt für Schritt zu eurem Traum
1. Schritt: Trefft eine ENtscheidung
Seid mutig!
Ich höre immer wieder: „Ihr seid so mutig!“ Aber ehrlich gesagt fühle ich mich gerade gar nicht mutig. Es fühlt sich alles super aufregend an – und gleichzeitig ist diese Aufregung zur Normalität geworden. Dass wir die Weltreise antreten, ist inzwischen ganz klar für mich, weil sie ein so inniges Projekt geworden ist.
Richtig viel Mut brauchte ich persönlich, als wir die Entscheidung getroffen haben. Als wir uns selbst davon überzeugen mussten, dass wir es wirklich machen! Ich erinnere mich noch gut an die Ängste damals, an die riesigen Sorgen und unzähligen Fragen: Wie machen wir das mit den Kindern? Wie wird unser Umfeld reagieren? Wie organisieren wir das mit unserer Arbeit? Und finanziell?
Bei all den Unsicherheiten ging es bei mir vor allem um das Außen. Dass ich es unbedingt wollte, war mir völlig klar. Aber wer sind wir, dass wir so eine Reise einfach machen dürfen?
Mut brauchte ich also besonders, als ich unseren Familien, engen Freunden und vor allem den Lehrkräften von unseren Plänen erzählte. Und wie sich herausstellte, war meine Sorge völlig unbegründet. Wir sind vor allem auf Begeisterung gestoßen. Wie wunderbar!
Alles wird sich fügen!
Wenn ihr euch klar dafür entschieden habt, euren Traum zu verwirklichen, wird sich alles andere fügen!
Natürlich nicht von allein – aber all die Fragen und Bedenken, die ihr habt, werden sich nach und nach klären, und ihr werdet Wege finden!
Alles, was sich bei uns anfangs so schwierig angefühlt hat, ist inzwischen längst überwunden. Und genauso wird es auch bei euch sein. Deshalb:
- Überlegt euch, wann die Reise stattfinden soll. Je weiter im Voraus, desto mehr Zeit habt ihr zum Planen.
- Vernetzt euch mit anderen, die Ähnliches planen über Social Media und sammelt Informationen.
- Erstellt einen Zeitplan mit allen wichtigen To-dos. Eine Vorlage mit Vorschlägen findest du bald hier.
10.07.2025
Noch 32 Tage
dann geht es endlich los. Der Bauch kribbelt, wenn ich nur daran denke, aus dem Flieger zu steigen. Ich kann die tropisch schwere Luft förmlich schon spüren und riechen. Es hilft, glaube ich, wirklich, dass unser erstes Reiseziel Costa Rica ist – ein Land, das wir bereits kennen und lieben lernen durften. So wissen wir, was uns erwartet, und die Freude ist einfach riesengroß.
Ich glaube, Costa Rica hat einen entscheidenden Anteil daran, dass wir überhaupt auf die Idee gekommen sind eine Weltreise zu machen. Denn als wir mit unseren Kindern vor einigen Jahren sechs Wochen lang unfassbar glücklich dort waren, haben wir angefangen, unser Lebensmodell zu überdenken. Am liebsten wäre ich, ehrlich gesagt, direkt dort geblieben.
Nun wollen wir spüren, wie es ist, langfristig anders zu leben, frei zu sein und unseren Kindern die Welt zu zeigen.
Die größten Hürden haben wir bereits geschafft:
- die Entscheidung zu fällen
- unsere Pläne der Familie und dem Freundeskreis mitzuteilen
- mit den Schulen zu sprechen und die Kinder vom Schulbesuch zu befreien
- unsere Beurlaubungen durchzubekommen
- unfassbar viel Orga zu meistern
- Untermieter zu finden
Auch die ersten zwei Monate sind schon geplant, und alles ist gebucht. Nun besteht unsere Hauptaufgabe darin, die Wohnung für unsere Untermieter vorzubereiten und auszuziehen. Das gehört jetzt nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber wir tasten uns ran und leben nun schon zwischen Kartons und Aussortiertem. Danach steht nur noch das Packen und die Abschiedsparty an. Also LOS!
6.Juli 2025
Pura Vida - Warum ich Costa Rica Liebe
Passend zu dem vorigen Beitrag, teile ich mit euch einen Text, den ich nach 6 Wochen Aufenthalt in Costa Rica im Jahr 2021 geschrieben habe. Ist es nicht wunderbar, wie sich der Kreis jetzt wieder schließt!?
"Costa Rica bedeutet übersetzt "reiche Küste". Und es ist wahrlich ein sehr reiches Land - voll unfassbarer Flora, Fauna, Sonne und Lebensfreude. Stellt euch vor, hier leben ALLE Menschen gemeinsam das Lebensmotto "Pura Vida". Ist das nicht unglaublich - alle unter einem Motto vereint!?? Es ist beeindruckend zu sehen, was es bewirken kann, wenn Menschen unterschiedlicher Herkunften, Alters, etc. unter einem so positiven Lebensmotto zusammenleben. Wie wunderschön.
Hier grüßt man sich, bedankt sich, verabschiedet man sich oder ruft sich einfach mal so "Pura Vida" mit einem Zwinkern zu. Man versteht sich und behandelt sich mit Respekt. Und es ist nicht nur eine oberflächliche Floskel, nein, dieser Ausspruch ist wahrhaftig. "Pura Vida" wird als "pures Leben" oder "schönes Leben" übersetzt, doch die Bedeutung geht viel tiefer. Wahrscheinlich kann man "Pura Vida" erst richtig spüren, wenn man die Schönheit und Naturgewalt dieses Landes erlebt und ein bisschen was von dem Leben der Einheimischen verstanden hat. Ich denke, wir haben hier nur an der Oberfläche gekratzt und haben noch viel mehr zu entdecken und Menschen kennenzulernen, doch wir spüren es schon. Und es tut so gut.
Diese lebensbejahende Einstellung und das gemeinsame Mantra für ein gemeinsames schönes Leben versuchen wir mit nach Hause zu nehmen, dort zu leben. Denn auch wenn fast alles in Hamburg anders ist als hier, lässt sich das "Pura Vida" in Moinsener Manier bestimmt auch auf die schönen Seiten in unserem Leben übertragen. Denn auch wenn der Abschied hier schwer fällt, freuen wir uns natürlich auf Euch und auf unsere Rückkehr.
Unser Herz ist durch diese Reise größer geworden, unsere Sinne wurden geschärft, unsere Beine zerstochen und wir haben in eine tiefe innere Ruhe, Zufriedenheit Freiheit gefunden. Wir haben neue Seiten an uns entdeckt, wissen jetzt noch ein bisschen mehr wie wir leben wollen und wie nicht. Als Familie sind wir nochmal ein ganz schönes Stück näher zusammengerückt. Und wir freuen uns einfach auf alle Abenteuer im Alltag und auf Reisen, die uns in Zukunft begegnen.
Wir werden auf jeden Fall wieder nach Costa Rica zurückkehren. Denn wir fühlen uns hier schon ein bisschen wie zu Hause und es gibt noch so viel mehr zu sehen und zu erleben, wenn die Kinder größer sind und Corona nicht mehr so ein Thema ist.
Wir freuen uns jetzt schon.
PURA VIDA ❤️ "
vom 17. Mai 2021
7.Juli.2025